Helau – über Humor von Figuren

Heute im Komma Stream um 11:11 Uhr hab ich mich mit dem Gedanken befasst, wie wichtig mir der Humor meiner Protas ist. Schließlich ist es ja die höhere Kunst, jeder Figur eine eigene Stimme zu geben und ich finde, gerade außerhalb der wörtlichen Rede bei dem, was der Figur auffällt und was sie wichtig oder witzig findet, hat man sehr starke Entfaltungsmöglichkeiten.

Leider bin ich eher so ein Mensch, der von der Atmosphäre um sich herum wenig Notiz nimmt. Was sicherlich auch an meinem privilegierten Leben liegt. Ich muss mir aktuell kaum Gedanken um Gefahren machen und doch vermag ich, wenn ich es darauf anlege soviel mehr wahrzunehmen als andere. Klingt seltsam, hab ich aber mehrfach getestet. Nur leider blende ich diese Fähigkeit viel zu oft aus.

Mir wurde mal gesagt, in meinem Text würde ich Reime verwenden, was dem doch ernsten Thema zu viel Witzigkeit geben würde. Daran muss ich durch aus öfter denken, wenn ich meine Figuren etwas lustiges in den Mund oder den Kopf lege.

Ich wage mal die Theorie, dass man die Figuren leichter mögen kann, die den gleichen Humor verkörpern. Seht ihr das anders? Wie lustig dürfen Figuren sein? Zumal es eine Technik ist, in Geschichten Figuren bewusst zu überzeichnen, um ihnen mehr Profil zu geben.

Zum anderen steht die Behauptung im Raum, dass die eigenen Figuren immer gewisse Grundzüge de*r Autor*in in sich tragen. Haben meine Figuren also genau meinen Humor? Die Armen. XD